Aktuelle Fragen

März 21, 2011 in Bürokratie, Fliesen von FPW

Neben einigen anderen Bautagebüchern ist auch mein Blog bei der Suche nach Team Massivhaus in Google recht gut platziert. Darum bekomme ich recht häufig Mails von zukünftigen oder derzeitigen Bauherren. Die Fragen beantworte ich gerne, also scheuen Sie sich nicht, mir zu schreiben. Einige Fragen, die mehrfach gestellt wurden, möchte ich an dieser Stelle einmal für alle beantworten.Dabei möchte ich darauf hinweisen, dass die Antworten nicht DIE Wahrheit wiedergeben, sondern meine persönliche Meinung nach genau einem Hausbau. Dazu kommen noch die Erkenntnisse aus den Gesprächen mit einer Reihe anderer Bauherren. Aber nun zu den Fragen.

Als erstes zur Grunderwerbssteuer. Die richtige Immobilie finden die meisten wohl über Anzeigen der Baufirmen in den regionalen Zeitungen oder über Immobilienportale im Internet. Dabei wird dann häufig ein Grundstück zusammen mit dem Haus angeboten. Das ist die teure Variante. Wird nämlich das Haus zusammen mit dem Grundstück von einem Anbieter gekauft, oder vermittelt die Baufirma das Grundstück, bildet das eine wirtschaftliche Einheit. Das heißt, die Grunderwerbssteuer fällt auf den Kaufpreis von Haus und Grundstück an. Kostet das Grundstück 50.000€ und das Haus 200.000€ zahlt man in diesem Fall 8.750€  (3,5% der Kaufsumme). Besorgt man sich das Grundstück selbst über Grundstücksangebote in Zeitungen, eigene Anzeige, Nachfragen bei Gemeinden oder Abklappern von Baugebieten in der bevorzugten Gegend, kann man viel Geld sparen. Kauft man nämlich Grundstück und Haus getrennt voneinander, dann zahlt man die Grunderwerbssteuer nur auf den Kaufpreis des Grundstücks. In dem Beispiel sind dann nur 1.750€ zu zahlen. Und schon hat man 7.000€ gespart, die man viel besser anlegen kann als in Steuern.

Die zweite Frage betrifft den Fliesenverschnitt. Ich wurde gefragt, ob wir den Verschnitt der Fliesen bezahlen mußten. Wenn also die Grundfläche des Raumes 10qm beträgt, durch die Form und den dadurch bedingten Verschnitt aber 11qm gebraucht werden, wer zahlt dann den einen Quadratmeter? Ich kann dazu nur sagen, dass wir nur die Fläche an Fliesen bezahlt haben, die lt. Zeichnung auch der Raumfläche entsprach. Trotzdem haben wir bei fast allen Fliesen noch reichlich übrig behalten, so dass evtl. Ausbesserungen möglich sind. Ob das nun aber gängige Praxis ist, oder auf Grund der einfachen Grundrisse bei uns so gepaßt hat, weiß ich nicht.

Weitere Fragen drehten sich um die Feuchtigkeit. Dazu kann ich nur sagen, dass wir kein Problem mit Feuchtigkeit im Haus haben. Es ist bei uns eher zu trocken. Relative Luftfeuchtigkeitswerte unter 50% erreichen wir locker. In sofern haben wir auch keine Probleme mit Schimmel oder ähnliches. Ich denke, der Grund dafür ist, dass wir in der Bauphase vom Estrichlegen bis zum Einzug konsequent entfeuchtet haben. Zunächst liefen 14 Tage lang große Bautrockner und Heizer. Danach lief immer in wechselnden Zimmern noch ein Luftentfeuchter aus dem Baumarkt. Diesen haben wir auch nach dem Einzug immer noch in verschiedenen Räumen laufen lassen, sobald dort die Luftfeuchtigkeit über 60% anstieg. Das war zwar manchmal etwas nervig, dafür haben wir heute ein wirklich trockenes Haus.