Schritt-für-Schritt zum eigenen Kamin

Mai 28, 2019 in Eigenleistungen, Heizung / Sanitär von FPW

Abends entspannt auf dem Sofa zu sitzen und die Wärme vom prasselnden Kaminfeuer zu spüren ist gerade im Winter eine wahre Bereicherung. Und ganz nebenbei reduziert ein Kaminofen die Heizkosten. Denn trotz steigender Holzpreise lässt sich damit immer noch Energie und Geld sparen. Daher wird ein Kamin oft schon beim Hausbau mit eingeplant. Aber auch in bereits bestehenden und älteren Immobilien kann ein Kamin nachgerüstet werden. Wichtig ist dabei neben einem Schornstein auch eine qualitative Schornsteinverkleidung.

Der eigene Kamin in der Mietwohnung

Besonders, wenn man in einer Mietwohnung wohnt, gibt es mehrere Dinge zu beachten. Als Mieter achtet man auf die Heizkosten und möchte gerade in größeren Haushalten Kosten sparen. Leider ist man als Mieter oft auf die bereits vorhandenen Heizsysteme angewiesen. Bevor Sie sich an die Arbeit machen und den Kamin einbauen, müssen Sie zunächst einmal den Vermieter fragen. Erst mit seiner Genehmigung dürfen Sie die notwendigen Schritte, die bauliche Veränderungen nach sich ziehen, unternehmen. Nachdem Sie Ihren Vermieter vom Bau des Kamins überzeugt haben, können Sie einen Termin mit einem für Ihren Bezirk zuständigen Schornsteinfeger vereinbaren. Dieser wird beurteilen, ob ein Kaminofen betrieben werden kann. Sie wohnen in einem Haus ohne Schornstein? Macht nichts! Denn auch wenn in Ihrem Mietshaus kein Schornstein inklusiver hochwertiger Schornsteinverkleidung vorhanden ist, gibt es dennoch eine Möglichkeit Ihren Traum vom Kamin zu verwirklichen. Ein außen an der Hauswand montiertes doppelwandiges Edelstahlrohr schafft hier Abhilfe. An dieses kann das Abgasrohr des Ofens angeschlossen werden. Daneben sollten Sie mit dem Schornsteinfeger auch die richtige Größe besprechen. Zu guter Letzt hat auch der Bund ein Wörtchen mitzureden. Das heißt, Sie müssen bei der Wahl des Ofens darauf achten, dass dieser den Richtlinien des Bundesimmissionsschutzgesetzes entspricht und die zulässige Staubwertgrenze von 20 mg/m3 pro Jahr nicht überschreitet.

Tipp: Beim Auszug sind Sie unter Umständen dazu verpflichtet, alle baulichen Veränderungen rückgängig zu machen. Eine Lösung finden Sie gegebenenfalls jedoch mit dem Nachmieter, wenn dieser den Kaminofen gegen eine Abstandszahlung übernehmen möchte. Diesen Umstand sollten Sie vor dem Bau eines Kamins in einer Mietwohnung beachten.

Lohnt sich der Selbstbau?

Sind die Grundsatzfragen geklärt, können Sie Ihren Wunschkamin bestellen oder aber selbst bauen. Der Selbstbau des Kamins hat natürlich einige Vorteile. Zum einen kann man so Kosten sparen und zum anderen hat man mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Einen Kamin selbst bauen sollten jedoch nur Fachkräfte oder erfahrene Hobbyhandwerker. Denn beim Kaminofen muss der komplette Kaminkörper selbst geschweißt werden. Bei Unerfahrenen kann es dabei im schlimmsten Fall zu Bränden und Vergiftungen kommen. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick wird es jedoch nicht allzu lange dauern, sich den Luxus eines Kamins eigenhändig zu zimmern. Baumarkt oder Fachhandel bieten Kamine aller Art – verziert mit urigen Kacheln, aus modernem Edelstahl oder aus schlichtem Sandstein. Jedem Kaminbausatz liegt eine individuelle Anleitung bei, die Sie genau beachten müssen. Je nach Material und Größe werden sich die Kosten auf etwa 1500 bis 2500 Euro belaufen.